Recap der veganfach 2012 in Essen

Gestern war ich auf der veganfach in Essen. Die veganfach ist eine Messe zum Thema Veganismus, die nach eigener Beschreibung „eine Messe für bewusst ethische Produkte, Ideen, Vereine und Initiativen“, offen für alle und das vegane Event des Jahres 2012 ist. Aus beruflicher Erfahrung habe ich sehr viele Messen besuchen dürfen und einige leider auch ertragen müssen. Deshalb möchte ich einmal kurz zusammentragen, was mir an der veganfach nicht gefallen hat und was ich darüber hinaus seltsam und unverständlich finde.

lange Schlangen bei der veganfach 2012

 

Die veganfach war sicherlich keine langweilige Messe und sie hat mir in Vielem ganz gut gefallen. Aber ein paar Dinge möchte ich dennoch konstruktiv kritisieren und andere ganz konkret hinterfragen:

Die veganfach war nicht gut und keineswegs professionell organisiert

Es gab keinen Messeservice und nur wenige Mülleimer. Es gab nur wenige Sitzplätze und noch weniger Stehtische. Die Standverteilung geschah entweder willkürlich oder in völliger Unkenntnis. Bei großem Andrang wurden keine weiteren Kassen aufgemacht. Die kahlen Betonwände wurden nicht mit Bannern und Postern behängt. Es gab keinen Beamer mit Folien, zur Ankündigung der aktuellen Vorträge, oder zur Vorstellung der Stände im Einzelnen. Die zweite Ebene war nur zur Hälfte mit Ständen belegt. Ich konnte WC-Personal nicht ausmachen. An Treppenaufgängen und Aufzügen – die nicht immer funktionierten – gab es keine Auskunft darüber, was einen auf der zweiten Ebene erwartet. (mehr …)

Vegan in Barcelona – Teil 2

Zum Frühstück gab es Mango und etliche Kaffees. Zugegeben: die Mango war mal echt lecker, aber etwas mehr hätte es sein können. Schlechte Vorbereitung, deshalb ging es mit nur wenig gefüllten Mägen in die Stadt.

Vegan essen im Gopal

In der Nähe des Hafens liegt das Gopal, was eher eine Mischung aus Snack Bar und Miniladen ist, als ein Restaurant.

gopal vegan barcelona

Beim Betreten des Gopals fällt einem zunächst die große Menge verschiedener Burger-Bratlinge auf.

vegan burger bratlinge

Daneben gibt es eine ganz gute Auswahl an „veganer Wurst“ und „veganem Käse“. An „Sitzgelegenheiten“ gibt es 3 Stehtische, womit der vorhandene Platz dann auch vollends ausgenutzt ist.

Es gab 3 Menüs zwischen 6 und 7 Euro zur Auswahl. Diese beinhalteten auch ein Getränk. Für unsere Club Mate mussten wir 40 Cent Aufpreis zahlen, aber das ging wohl wirklich in Ordnung. (Im Nachhinein ist uns aufgefallen, dass die 40 Cent nicht berechnet wurden). Das Essen selbst war lecker, aber auch etwas unspektakulär. Der Salat war zum Beispiel frisch, aber nicht angemacht.
veganes menü gopal barcelona

Abschließend gönnten wir uns noch einen der frisch gepressten Säfte.
Fazit: Wer auf der Suche nach einem leckeren, veganen Snack zu einem moderaten Preis ist, der ist beim Gopal in Barcelona ganz richtig. Die Möglichkeit schnell mal in Sachen „Wurst und Käse“ einzukaufen, ist sicherlich auch eine klasse Sache.

Hier die Adresse der veganen Snack Bar Gopal:
Carrer Escudellers 42
Plaça George Orwell
08002 Barcelona

Vegan in Barcelona – Tag 1

Barcelona im Winter und über den Jahreswechsel? Na klar. Und vegan sollte in einer der tollsten Städte Europas ja eine bekannte Lebenseinstellung sein und vegane Grundversorgung deshalb auch kein Problem darstellen.

Nach der Ankunft um 18:00 Uhr in unserem ausgeliehenen katalanischen Domizil – wir haben das Glück ein Haus nutzen zu können – ging es zunächst einmal mit der S-Bahn ins Zentrum und auf den dortigen Markt. Schließlich müssen wir ja für unser Frühstück sorgen.

Juicy Jones in Barcelona

Essen im Juicy Jones in Barcelona ist lecker und preiswert. Für das 3-Gänge Menü inklusive wasser oder Wein zahlen wir 8,50 Euro.
Das Juicy Jones ist Hippie. Angst vor Farben sollte man nicht haben und eine dezente Atmosphäre sieht anders aus. Dafür hat das Juicy Jones davon jede Menge.

Juicy Jones in Barcelona

Ich denke, dass wir in den 4 Tagen Barcelona noch einmal ins Juicy Jones einkehren werden, um gut vegan zu essen und ein oder zwei super frische Fruchtsäfte zu genießen.
Ach so: Man kann mit gängigen Kreditkarten zahlen.

Hier die Adresse:
C/ Hospital, 74
08001 Barcelona
+34 934 43 90 82 ‎

Morgen dann der zweite Teil des kleinen Reiseberichts über Barcelona und vegane Völlerei Ernährung.

Gut vegan essen

Vegane Haute Cuisine – gibt’s das eigentlich?
Wenn ich mit Mitte vIerzig mal meine Essgewohnheiten resümieren darf: ich habe mich meiner Meinung nach immer besser als der Durchschnitt ernährt. Ok, das ist wahrlich keine Kunst und es war bis vor einem halben Jahr fast immer Fleisch im Spiel. Zugegeben: es gab eine Zeit (so zwischen 1985 und 1992), da habe ich nahezu vegetarisch gelebt, wobei allerdings die knappen Finanzen durchaus neben der Überzeugung das Fleisch essen kagge ist, eine große Rolle spielten.
Was mir aber ab dem 30. Lebensjahr zunehmend wichtiger wurde, war wirklich gut gemachtes Essen. Gute Zutaten kann jeder kaufen, diese aber so zuzubereiten, dass daraus ein kunstvolles und wohlschmeckendes Gericht wird, das ist Handwerk, Talent und viel Begabung.
Seitdem ich vor einem halben Jahr begonnen habe vegan zu leben, ist es dieses Talent und das künstlerische Kochen, was ich eigentlich am meisten vermisse. Es gibt ne Menge Sachen, die echt lecker schmecken, aber asuf vegane haute cuisine bin ich eher selten gestoßen. Zumeist wird hier doch eher auf gehobenem Studentenniveau gekocht – man verzeihe mir den Ausdruck.
Nun las ich im Greenpeace Magazin vom Berliner Restaurant La Mano Verde. Für mich ein Muss, wenn ich das nächste Mal in Berlin bin.
Kennt ihr gute vegane Restaurants? Also nicht nur Restaurants, wo es in der Regel gut schmeckt, sondern solche, in denen auf einem professionellem Level gekocht und serviert wird.

Fairer Bio-Kaffee am Morgen

fair gehandelter Bio-KaffeeAls Fan eines guten Kaffees nutze ich schon seit einigen Jahren den Online-Shop von Langen Kaffee. Mir ist dabei vor allem wichtig, dass es sich um einen wirklich gut schmeckenden Kaffee handelt, der möglichst frisch geröstet und fair gehandelt wurde.

Heute Morgen habe ich dann die letzten Bohnen des ersten Pakets Labioco Crema gemahlen und in den Siebträger geschmissen. Dieser Kaffee ist nicht nur fair gehandelt, sondern stammt zudem aus kontrolliert biologischem Anbau. An dieser Stelle würde mich einmal interessieren, ob kontrolliert biologischer Anbau hier „nur“ den Verzicht auf Pestizide betrifft. Besser – und auf jeden Fall ECO – wäre natürlich noch die Rückkehr zu beschatteten Plantagen.

Zeit für ein Geschmacks-Urteil:
Der fair-gehandelte und biologisch kontrolliert angebaute Labioco Crema ist ein Arabica-Blend aus Mexico, Peru und Äthopien. Im Siebträger schmeckt er sowohl als Espresso als auch in jeglicher Zusammenstellung mit Soja-, Hafer- oder Reis-Milch ganz hervorragend. Für mich eignet er sich mit seinem kräftigen aber nie bitteren Geschmack sehr gut als „Morgen-Kaffee“. Ich bin froh noch 2 Packungen in Reserve zu haben.