Das Fairphone – Mit gutem Gewissen telefonieren und surfen

Die Schattenseiten der Smartphones

Heutzutage ist es vollkommen normal, ein Smartphone zu besitzen. Die meisten Besitzer sind sogar sehr vernarrt in ihre Geräte und können sich ein Leben ohne ihr Gadget nur schwer vorstellen. Leider sind die meisten Smartphones alles andere als umweltfreundlich und auch die Herstellungsbedingungen sind oftmals äußerst bedenklich. So werden bis zu 30 Metalle und Mineralien wie Cobalt, Zinn und Coltan zur Herstellung eines Smartphones benötigt. Einige dieser Minerale werden in Minen abgebaut, deren Gewinne in die Finanzierung von Armeen sogenannter Warlords fließen und so auch Bürgerkriege finanzieren. Und auch die Arbeitsbedingungen der zumeist asiatischen Arbeiter, die die Geräte zusammenbauen, sind oftmals keineswegs fair.

Fairphone – das Smartphone für ein gutes Gewissen

Seit 2013 gibt es eine kleine, niederländische Firma, die dem Smartphone-Einerlei ein faires Gerät entgegenhält – das Fairphone. Der Hersteller verspricht für dieses eine faire Produktion, möglichst konfliktfreie Ressourcen, Transparenz in der Herstellung, ein offenes System und Recycling für ausrangierte Fairphones. Darüber hinaus wird darauf verzichtet, ein USB-Ladegerät mitzuliefern, da viele Kunden ohnehin ein solches besitzen. So soll unnötiger Müll vermieden werden. Das Gleiche gilt für Headsets. Während viele Hersteller ein minderwertiges Headset mitliefern, das entweder gar nicht genutzt wird oder nach kürzester Zeit den Geist aufgibt, wird das Fairphone ohne Headset ausgeliefert.
Fairphone Bild - Faires Smartphone

Wie gut ist das Fairphone?

Zum Preis von 325 Euro bekommt man ein faires aber auch gutes Smartphone. Zwar kann das Fairphone von der Ausstattung her nicht mit den Topmodellen anderer Hersteller mithalten, für seine Preisklasse sind Quad-Core-Processor, 1GB RAM und 16 GB Speicher aber durchaus in Ordnung. Auch das Display ist gut, jedoch nicht spitze, aber natürlich müssen irgendwo Abstriche gemacht werden, damit das Gerät fair und preiswert hergestellt werden kann. Eine wichtige Frage für die meisten Smartphone-Nutzer dürfte auch die Optik des Fairphones sein. Die Antwort lautet ganz klar: Es sieht richtig gut aus. Als Betriebssystem kommt übrigens das bewährte Android zum Einsatz.
Wer nun gerne ein Fairphone zu Weihnachten verschenken oder geschenkt bekommen möchte, der hat schlechte Karten. Aktuell ist das Fairphone ausverkauft. Aufgrund des Erfolges der ersten Auflage wird es aber vermutlich nicht lange dauern, bis das Gerät wieder erhältlich ist.

Weitere Informationen zum Fairphone gibt es hier.

Bild Fairphone:
Quelle: http://www.flickr.com/photos/fairphone/9800334076/
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