Vegane Künstlerin Lin May zeigt „Liberation“

Die vegane Künstlerin Lin May hat Werke zum Thema „Mensch-Tier-Beziehung“ geschaffen, die derzeit in Düsseldorf als „LIBERATION“ Ausstellung in der Galerie Thomas Flor zu sehen sind.

Die Ausstellung wurde am 05.November 2010 eröffnet und wurde bis zum Samstag, den 22. Januar 2011 verlängert. Wie der Name der Austellung „LIBERATION“ bereits vermuten lässt, steht in Lin Mays Installationen vordergründig das Thema Animal Liberation.

Lyras gute Vorsätze für 2011

Das neue Jahr ist drei Tage alt. Höchste Zeit, um die Vorsätze, die kurz vor dem Jahreswechsel gefasst wurden, noch einmal Revue passieren zu lassen. Ich persönlich möchte den Jahreswechsel nutzen, um meine Herzenswünsche noch erster zu nehmen. Letztlich will ich die Welt ja zu einem besseren und schöneren Ort machen. Am besten kann ich das natürlich in meinem Umfeld. Ich kann noch freundlicher sein, noch mitfühlender und verständnisvoller. Ich kann geduldiger sein gegenüber Menschen, die mich Löcher in den Bauch fragen, wenn sie erfahren, dass ich Veganerin bin. Ich kann beim Kaufen von Essen und Kleidung noch konsequenter auf Regionalität und auf Fairen Handel achten. Wir beeinflussen die Welt jeden Tag und mit jeder Entscheidung, die wir treffen. Ob wir die Bahn nehmen oder den Bus, ob wir mit dem Aufzug fahren, oder die Treppe nehmen. Unser Einkauf im Biosupermarkt wirkt sich anders aus, als unser Einkauf beim Discounter. Auch hier kann man natürlich auf die Herkunft der Waren achten, die auf die Umstände des Herstellungsprozesses deuten und auf die Art und den Umfang der Verpackung schauen. Zum Beispiel machen mich immer Bio-Äpfel (oft in normalen Supermärkten oder Discountern) stutzig, die in 4er-Packungen auf einer kleinen Plastikwanne liegen und mit Folie verschweißt sind. Die Äpfel mögen ja bio sein, aber earthfriendly sind sie ganz sicher nicht.

Kurz und gut: ein Biosupermarkt nimmt uns nicht das Denken ab. Er erleichtert den bewussten Konsum, aber das Leben besteht ja auch aus mehr als Lebensmitteleinkäufen. Da ist ja dann auch noch die Kleidung, die Möbel, das Fortbewegungsmittel und vieles mehr. Nicht zuletzt sind da auch die Menschen unseres täglichen Umfeldes, denen wir durch gutes Beispiel vorleben können, dass ein bewusstes Leben nicht beschwerlich und anstrengend, sondern vor allem schön ist, weil man leichteren Gemüts durch das Leben geht. Ich persönlich mag es nicht, zu missionieren. Meiner Erfahrung nach machen die Menschen zu, wenn man das Missionieren anfängt. Erfolg versprechender ist ein konsequentes Leben seiner Ideale. Oft wissen die anderen Menschen selbst, dass sie glücklicher wären, wenn sie mehr darauf achten würden. Es reicht also ein kleiner Fingerzeig in die „richtige“ Richtung und an der richtigen Stelle ein klein bisschen Unterstützung.

Was sind eure Vorsätze 2011?

Vegan in Barcelona – Teil 4

Der letzte Tag unseres Kurztrips, morgen geht es nachmittags bereits wieder zurück gen Heimat. Viel zu kurz, aber sehr schön war die Zeit. Das neue Jahr erstmal mit Ausschlafen zu beginnen ist sicherlich nicht die schlechteste Idee. Dann ein paar Brote mit Tofutti Knoblauchcreme oder Guaven-Marmelade bestrichen, dazu saftige (nicht wässrige) spanische Tomaten und lecker Kaffee – ein sehr simples, aber leckeres Frühstück.

Danach ging es direkt an den Strand. Da waren wir bisher noch gar nicht und da der Stadtstrand nicht gerade der schönste und sauberste ist, fuhren wir raus nach Castelldelfels, ca. 30 Autominuten von Barcelona entfernt. Der Sandstrand dort ist recht breit und lang und bedingt durch die Jahreszeit und das Wetter war er auch kaum besucht und sehr menschenleer. Leider konnte man die Sonne nur erahnen, da sie es nur an einigen Stellen schaffte, ganz schwach durch die dicke Wolkendecke zu scheinen. Trotzdem kein Vergleich zu den Temperaturen und den Schneemassen in Deutschland. Wir ließen uns ein wenig Seeluft um die Nase wehen und fuhren dann weiter nach Garraf, einem kleinen Dorf, ein paar Kilometer weiter. Dort befindet sich ein kleiner Strandabschnitt, der im Sommer ein idealer Badestrand ist, an dem meist nur Einheimische anzutreffen sind, da Touris den Weg so weit raus nicht finden. Ich kenne die Stelle auch nur als Geheimtipp meiner in Barcelona lebenden Tante. Nun war es schon fast ganz dunkel als wir ankamen, aber wir kletterten trotzdem auf ein paar Felsen und ließen bei veganen Apfelcookies, Tofutti-Brot und Silvester-Überbleibsel-Weintrauben die Blicke übers Meer schweifen.

Zurück im Haus am Berg gab es dann nach der ausgedehnten veganen Schlemmerei der letzten Tage unser eigenes kulinarisches Highlight: Bratkartoffeln, Zwiebeln und Pilze vom Markt (keine Ahnung, was das für welche waren, aber sie sahen interessant aus und rochen gut) dazu gebratener grüner Spargel. Alles sehr lecker und so schnell weg, dass keine Zeit mehr für ein Foto war. Aber immerhin gibt es noch eins von einem Teil der Zutaten.

Vegan in Barcelona – Teil 3

Silvester in Barcelona – immer wieder sehr schön. Das war bisher glaub ich mein dritter Jahreswechsel in katalanischen Metropole. Dieses Mal nicht am Strand und in der Innenstadt, sondern ganz besinnlich hoch über der City in den Bergen mit tollem 180 Grad Rundumblick auf die Lichter der Großstadt. Mal was anderes als die übliche Knallerei und in Verbindung mit einer Nachtwanderung über finstere Trampelpfade sogar ein klein wenig abenteuerlich (und matschig).

Der letzte Tag des Jahres begann mit einer Tour durch die Stadt mit einigen Zwischenstopps, um Einkäufe zu tätigen, Geschenke zu besorgen und sich selbst mit leckerem Kaffee volllaufen zu lassen. In diesem Fall fand der Koffeinschub im Starbucks auf der Passeig de Grácia statt. Dort gab es zwei Cappuccino mit Sojamilch. Dann ging es weiter zu Fuß bis runter zum Plaça Catalunya, wo wir einen Abstecher in eines der größten spanischen Kaufhäuser machten, dem El Corte Inglés. Da wir uns mit vier schweren Einkaufstüten zu beladen fühlten, um den langen Fußweg bergauf zu unserem Häuschen am Berg hoch über Barcelona zu schaffen, besorgten wir auch gleich noch einen Trekkingrucksack. Da so viel Shopping hungrig macht, landeten wir bald darauf im Juicy Jones, dieses Mal das kleinere Restaurant in der Cardenal Casañas, parallel zur Rambla im gotischen Vietel gelegen.

Vegan essen im „kleinen“ Juicy Jones

Auch das kleine Juicy Jones ist sehr bunt und wirkt auf den ersten Blick mehr wie eine schmale Saftbar und nicht wie ein ganzes Restaurant. Doch kaum eingetreten, werden wir gefragt, ob wir oben oder unten sitzen möchten. Unten meint eine Art fensterloses Kellergewölbe, das trotz bunter Bemalung und einer gewissen Enge einladend und gar nicht klaustophobisch wirkt.

Tatsächlich gefällt es uns dort besser, als im großen Juicy Jones. Die Atmosphäre ist einfach eine angenehmere und selbst die schrillen Farben, die einen überall von den Wänden anspringen, wirken nicht so störend wie in dem größeren Restaurant, sondern passen eigentlich recht gut zum Gesamtkonzept des Juicy Jones.

Wir bestellen uns einmal gebratene Kichererbsen mit dicken Bohnen und Champignonsalat und einmal ein Tofubaguette mit frischem Salat, Gemüse und Ingwerdressing. Dazu zwei „Zumos del dia“, bestehend aus Apfel, Guave und Weintraube – sehr erfrischend und superlecker.

Generell schmeckt das vegane Essen im Juicy Jones sehr gut. Die Speisen sind frisch zubereitet und die Qualität stimmt. Das Ganze gibt es für einen recht moderaten Preis.

Zum Abschluss gönnten wir uns noch zwei schwarze Tees mit Sojamilch und eine vegane Schokocreme und einen Karotten-Orangen-Kuchen – alles sehr lecker und zwar so sehr, dass wir erst daran dachten, ein Foto zu schießen, als schon über die Hälfte verputzt war. Eigentlich schade, denn es war alles sehr nett angerichtet.
Wir hatten außerdem das Glück, eine sehr nette Bedienung zu haben, die nicht nur zuvorkommend und freundlich war, sondern auch gleich noch mindestens 3 Sprachen perfekt beherrschte und uns im besten britischen Englisch das Menu erklärte.

Der Zwischenstopp im Juicy Jones war auf jeden Fall eine super Idee und so konnten wir dann gestärkt den etwas beschwerlichen Rückweg antreten. Bald darauf ging es dann auch schon langsam auf Mitternacht zu und wir machten uns auf, um das neue Jahr mit Blick auf das nächtliche Barcelona zu begrüßen. Geknallt wird in Spanien nicht, es gibt das Ritual, bei jedem der zwölf Glockenschläge eine Weintraube zu essen und sich dabei etwas zu wünschen. Ich glaube, das fast jeder sich mindestens einmal wünscht, nicht daran zu ersticken, da das Ganze etwas von Leistungssport hat. Es ist aber eine ganz schöne Idee und so haben wir das auch so gemacht, wobei ich leider nur bis zur achten Traube kam, bevor mich ein Lachanfall am Weiteressen hinderte. Der Ausblick dort oben war atemberaubend und es gibt wohl nicht sehr viele andere Arten, das neue Jahr so schön einzuläuten.