Vegan Leben, heute mit Sonja

Wir möchten euch immer wieder Menschen vorstellen, die Vegan leben und die euch erklären, warum sie das tun. Heute haben wir Sonja zu Gast im Blog, welche uns ein paar Fragen beantwortet hat.

sonja-veganSeit wann lebst du vegan?
Ich lebe jetzt seit genau einem Jahr vegan, nach 3 Jahren vegetarischer Ernährung.

Warum hast du dich dazu entschieden?
Mit Veganismus habe ich mich vorher nie auseinandergesetzt, deswegen wusste ich zum Beispiel gar nicht, dass auch für Vegetarier Tiere und auch Menschen sterben müssen, da nicht nur die „Nutztiere“ geschlachtet werden, sondern diese auch Unmengen an Importfutter und Wasser benötigen das die Menschen in den Entwicklungsländern viel nötiger hätten. Außerdem versuche ich soweit es geht Fair Trade einzukaufen, seit ich Reportagen und Berichte über die Produktionsbedingungen vieler Konsumgüter gesehen habe.

Wie waren die Reaktionen aus deinem Umfeld?
Zuerst hab ich es meinen besten Freunden erzählt. Die waren gar nicht geschockt – das habe ich eigentlich erwartet – sondern sagten einfach „Solange du glücklich und gesund bist..„.
Dann hab ich mich endlich getraut, es meinen Eltern zu sagen, die waren davon anfangs gar nicht begeistert, was aber wohl daran lag, dass sie dachten ich müsste verhungern (Was gibts schon neben Eiern, Fleisch und Milch?? ).
Nachdem ich ein paar Mal für die Beiden gekocht habe und sie es zuerst widerwillig, dann aber schnell genüsslich gefuttert haben, war auch das Problem schnell gelöst und seitdem werde ich sehr unterstützt und zum Kochen aufgefordert.
Der Rest der Familie hat es – mit ein paar Ausnahmen – auch überraschend schnell akzeptiert.
Natürlich gibts immer Menschen, die sich allein durch die Existenz von Veganern angegriffen oder belästigt fühlen, aber man lernt schnell das zu ignorieren.

Vermisst du etwas?
Eigentlich habe ich erwartet mein Frühstücksei und mein Käsebrötchen zu vermissen. Das war aber gar nicht der Fall. Ich hatte nicht einmal das Bedürfnis ein Ei zu essen oder so, obwohl ich vorher fast täglich Milch und Eier zu mir genommen habe.
Mir würde vielleicht nach langem Überlegen etwas einfallen was ich vermisse, das würde ich dann aber genauso schnell wieder vergessen. Wichtiger finde ich es, Etwas mit gutem Gewissen essen zu können, natürlich nur solangs schmeckt.

Machst du Ausnahmen?
Ausnahmen mache ich nicht. Lieber hunger ich ein paar Stunden oder futter eine Woche nur Salatblättchen. Ich achte sehr darauf tierische Produkte zu meiden. Dass man mal etwas übersieht kommt leider ab und zu vor, dann ist es aber passiert und lässt sich nicht mehr ändern. Das motiviert mich aber meistens mehr darauf zu achten.

Achtest du ausser auf vegane Produkte noch auf andere Dinge (Bio, Fairtrade, Nachhaltigkeit, etc.)?
Ich achte soweit es mir möglich ist auf Fair Trade. Als Schüler kann ich mir leider nicht alles leisten, aber T-Shirts und Lebensmittel sind in meinem Einkaufswagen mittlerweile fast immer Fair Trade.
Bei Bio bin ich mir nicht immer sicher, ob man dem Siegel wirklich vertrauen kann. Aber trotzdem gibts bei uns viele Bio-Produkte. So viel teurer sind sie ja meistens nicht.

Veggie Street Day – es wird laut, bunt und lecker

© Veggie Street DayKommenden Samstag findet wieder das Jahresereignis für die deutsche Veganerschaft statt: der Veggie Street Day. Bereits zum fünften Mal kann man auf dem Dortmunder Reinoldikirchplatz schlemmen, tanzen, feiern und sich mit Leckereien vollstopfen. Zu Gast sein werden unter anderem Nessi aus der peta2 Web-Doku, das Vegan Strength Team Germany und Vegankoch Jérôme Eckmeier.

Wer sich der Speisen erfreuen will, der sollte nich bis in die Abendstunden warten, denn neben den immer länger werdenden Schlangen war in den letzten Jahren auch so mancher Essensstand gegen Abend ausverkauft. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall und wer auf dem Veggie Street Day nichts mehr zu Essen bekommt, der geht einfach zum Cakes’n’Treats oder zum Kartoffellord.

Hier eine kleine Auflistung der Essens-, Info- und Verkaufsstände: