earth friendly

Aus Liebe zum Leben

Wer die Umwelt schützt, der tut nicht nur etwas für die Zukunft unserer Kinder, sondern auch für unsere eigene. Denn in dieser schnellen Zeit des Fortschritts und der menschgemachten Umweltkatastrophen wie jüngst erst die durch BP verursachte größte Ölpest aller Zeiten, vernichten wir die Basis unserer Existenz schneller als so mancher glaubt. Earth friendly ist ein Begriff, der viele Aspekte zusammenfasst – Nachhaltigkeit, Ökologie und Umweltbewusstsein. Leider besteht ein verbreiteter Irrglaube, dass Bio gleich umweltfreundlich ist. Das ist aber nicht immer der Fall. Wenn Bio-Obst aus Neuseeland mit Schiff oder Flugzeug nach Deutschland transportiert wird, dann kann die Ökobilanz – also die Umweltauswirkungen des Produkts – nicht positiv sein. Ökologische Landwirtschaft ist ein guter Schritt, um die Umwelt des Anbaugebiets zu entlasten. Allerdings kann nur durch saisonalen und regionalen Konsum von Obst und Gemüse der umweltschädliche Transport vermieden werden. Greenpeace stellt hierfür einen Erntekalender bereit, um die regionale und saisonale Einkaufsplanung zu erleichtern. Der Blick auf das Herkunftsschild allein reicht noch nicht aus. Frische Äpfel aus Deutschland gibt es nur zwischen August und November. Den Rest des Jahres kommen Sie aus dem Kühllager. Vielleicht gibt es in deiner Nähe einen Bio-Bauernhof, bei dem man Obst und Gemüse direkt kaufen kann. Damit unterstützt du nicht nur deine regionale Landwirtschaft, sondern deine Speisen sind auch frisch und umweltfreundlich.

Einige bekannte Bio-Marken gehen langsam dazu über, sich mit dem Label co2-neutral zu schmücken. co2-neutral ist nur ein anderes Wort für Klimaneutralität, das in 2007 das deutsche Unwort des Jahres war und im Zusammenhang mit dem Emissions-Ablasshandel groß in der Presse war. Wer klimaneutral produziert, der muss nachweisen, dass seine Ökobilanz neutral ist. Der verursachte Umweltschaden muss an anderer Stelle eingespart bzw. kompensiert werden. Beliebt dafür ist die Verbesserung von umweltschädlichen Projekten in China oder anderen Ländern mit niedrigen Umweltstandards, sowie das Anpflanzen von Bäumen. Ein solches Label sollte also immer mit entsprechender Vorsicht genossen werden.

Weiterer wichtiger Aspekt von Freundlichkeit gegenüber der Erde ist der Energieverbrauch: dabei geht es darum, ob erneuerbare Energien als Stromquelle verwendet werden, ob öffentliche Verkehrsmittel benutzt oder Fahrgemeinschaften gebildet werden, statt den Privat-PKW zu nutzen etc. Es gibt viele Stellen, an denen wir etwas tun können. Auch Aufklärung ist wichtig. Denn Menschen können nur bewusst konsumieren, wenn sie ihren derzeitigen Konsum hinterfragen.

Was haltet ihr davon? Lebt ihr earth friendly? Wir freuen uns auf euer Feedback!

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