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Handeln mit Gefühl

Das ganze Jahr über genießen wir Kaffee, Tee, Kakao,  Bananen und anderes Obst, Zucker, Nüsse, Öl, Reis,  Gewürze, Baumwolle und Blumen aus fernen Ländern. Oft ohne uns so recht Gedanken darüber zu machen, woher diese Waren eigentlich kommen und wer sie produziert. Viele Güter unseres alltäglichen Lebens werden aus den so genannten Entwicklungsländern in Industrieländer wie Deutschland importiert. Ein Großteil der Produzenten bekommt aufgrund der Weltmarktstrukturen so wenig für seine Waren, dass er  selbst nicht vom Ertrag  leben kann. Diese Menschen müssen unter widrigsten Bedingungen arbeiten und bringen für die Produktion auch Kinder und Lohnsklaven zum Einsatz, die für ihre spärlichen Mahlzeiten arbeiten.

Fairer Handel sorgt dafür, dass Produzenten ein höheres Einkommen erhalten als es der Weltmarktpreis im Normalfall erlauben würde. Für die Zertifizierung als fair gehandeltes Produkt müssen in der Produktion internationale Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Ziel des fairen Handels ist es also, den Produzenten einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit zu zahlen, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern sowie ausbeuterische Kinderarbeit und Sklaverei zu verhindern. Hier geht es also vor allem um die Einhaltung der Menschenrechte.

Damit Produkte aus fairem Handel für Verbraucher erkennbar sind, gibt es das international normierte Fair-Trade-Siegel, das durch die internationale Dachorganisation Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) vergeben wird. Daneben gibt es nationale Gütesiegel wie z.B. das deutsche Transfair und weniger bekannte Label für bestimmte Regionen oder Produkte wie z.B. Banafair für Bananen.

© Fairtrade Labelling Organizations International (FLO)

Obwohl gewisse Umweltstandards eingehalten werden müssen – insbesondere um Schaden am Menschen zu verhindern – wird die Nachhaltigkeit hier außen vor gelassen. Wer also Produkte aus fairem Handel kauft, der sorgt nicht dafür, dass die Produktion zugleich auch umweltfreundlicher ist. Auch die Nachhaltigkeit wird nicht gefördert. Häufig kritisiert wird außerdem, dass die Bauern in ihrer armutsfördernden Produktionsweise durch Protektionismus gefördert würden, so dass eine produktiverer Modernisierung verhindert werde.
Was haltet ihr von fair gehandelten Gütern? Wir freuen uns auf eure Beiträge!
Kommentare
  • Sofie Beer sagt:

    Diese Seite hat mir bei der Suche für Informationen über Fair-Trade-Produkte sehr weitergeholfen. Sie ist sehr informativ und besticht durch die vielen wissenswerten Inhalte, die diese Website zu bieten hat.
    MfG

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