Fairtrade Universitäten – Die Uni des Saarlandes in Saarbrücken macht den Anfang

Neben Fairtrade-Towns und Fairtrade-Schools gibt es inzwischen auch Fairtrade-Universities. Als erster Universität Deutschlands wurde am 19. Mai der Universität des Saarlandes in Saarbrücken der Titel Fairtrade-University verliehen. Das Ziel dieser neuen Kampagne ist es, Universitäten dazu zu bewegen, den fairen Handel zu unterstützen und ein Umdenken in Gang zu bringen. Die Hochschulen sollen Fairtrade-Produkte anbieten und so mit gutem Beispiel vorangehen, was wiederum auch die Studierenden beeinflussen kann. An der Universität Saarbrücken haben sich Studierendenschaft, Verwaltung, Gastronomie und Geschäfte per Hochschulbeschluss darauf geeinigt, gemeinsam den fairen Handel zu fördern. Die Kampagne Fairtrade-University, zu der der Startschuss nun mit einer großen Feierlichkeit an der Uni Saarbrücken gefallen ist, läuft bundesweit.

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Fairtrade-Universities – Voraussetzungen

Seit dem Sommersemester 2014 können sich Hochschulen in Deutschland um den Titel Fairtrade University bei Fairtrade Deutschland bewerben. Grundsätzlich kann sich jede Hochschule des Landes bewerben. Damit die Bewerbung Erfolg haben kann, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. So müssen sich die Studierendenschaft, die Verwaltung, die Gastronomie und die Geschäfte einer Hochschule zusammentun und beschließen, das Bewusstsein für Fairen Handel zu schärfen und mit konkreten Aktionen den fairen Handel zu unterstützen.
Insgesamt gibt es fünf Kriterien, die allesamt erfüllt sein müssen, damit die Bewerbung erfolgreich sein kann:

  1. Es muss ein Hochschulbeschluss gefasst werden, dass die Kriterien der Fairtrade-University erfüllt werden sollen.
  2. Es muss eine Steuergruppe gegründet werden, die die Aktivitäten bis zur Anerkennung als Fairtrade-University koordiniert.
  3. Bei Sitzungen und Veranstaltungen müssen Fairtrade-Produkte angeboten werden.
  4. Auf dem Campus müssen Fairtrade-Produkte angeboten werden (in mindestens 50 Prozent der Läden und gastronomischen Betriebe mindestens jeweils zwei Produkte)
  5. Auf dem Uni-Campus finden regelmäßig Veranstaltungen zum Thema Fairtrade statt.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht der Auszeichnung an sich nichts mehr im Wege.

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Vorteile der Fairtrade-Auszeichnung

Unis, die die Auszeichnung „Fairtrade-University“ tragen, profilieren sich damit als innovative Hochschulen, die für fairen Handel und Nachhaltigkeit einstehen und damit einen wertvollen Beitrag zur Zukunft unseres Planeten leisten. Zusätzlich fördert die Teilnahme an der Kampagne den interdisziplinären Austausch an der Hochschule und vernetzt diese mit anderen Fairtrade-Unis, Fairtrade-Schulen und Fairtrade-Städten. Darüber hinaus dürfte eine solche Auszeichnung Unternehmen, denen fairer Handel am Herzen liegt, dazu animieren, in Forschung und Lehre von als fair ausgezeichneten Unis zu investieren. Eine gute Sache für alle Seiten also.

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